Die Ritterburg im Bebertal

Das Schloss wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt
und befand sich damals im Besitz der Grafen von Veltheim-
Osterburg. Einige von ihnen bezeichneten sich auch als
Grafen von Altenhausen. Schloß Altenhausen diente als
Wehr- und Ritterburg und erinnert auch noch stark daran.
Viele zeitbedingte Umbauten und Veränderungen während
der vergangenen 500 Jahre ließen die heutige Form ent-
stehen. Ein Stück Mittelalter zum Anfassen.

Im 30jährigen Krieg (1625) hat ein großer Brand das Schloß
heimgesucht. Anschließend erfolgte Ende des 17.Jhs. eine
teilweise Erneuerung der Gebäude. Die Umfassungsmauern
mit dem Eingangstor, dem sogenannten Alexandertor,
wurden gleichzeitig gebaut. Vor dem Alexandertor befand
sich eine Holzbrücke, wie ein jetzt eingemauerter Kragstein
mit Volutenornament beweist.
Sie wurde 1731 durch eine Bogenbrücke aus Bruchsteinen
er
setzt. Aus der Bauperiode Ende des 17.Jhs. hat sich im
Schloß die Deckenstukkatur eines Saales erhalten. Ver-
änderungen im Schloß wurden um 1810 vorgenommen, vgl.
die Stukkaturen und Öfen dieser dieser Zeit. Anfang des
19.Jhs. brach wieder ein großer Brand aus, der wohl in der
Hauptsache die Stallgebäude betraf. 1834 fand die Reno-
vation statt, wie eine Bauinschrift aussagt. Im Zustand von
1834 befindet sich noch heute der Innenhof des Schlosses,
während dem Schloß außen eine Rotsandsteinfassade –
z.T. in neugotischen Formen – Ende des 19.Jhs. vorgelegt
ist. Als Bekrönung des ganzen erbaute der Architekt der
Fassade, Schorrbach, einen Turm mit Zinnenkraz, auf dem
ein Türmchen mit Pyramidendach steht. Unter diesem Turm
liegen die Grundmauern des alten Bergfrieds.

Burggeschichte

Entwicklung der Burg

Aus der 2. H. des 15.Jhs. ist wahrscheinlich der Treppen-
turm am eigentlichen Schloßgelände (Jetzt nicht mehr als
Treppenturm benutzt). Eine große Bautätigkeit muß kurz
nach 1500 stattgefunden haben. Darauf bezieht sich die
Jahreszahl 1518 über einer Kielbogentür in der Tordurch-
fahrt durch den inneren Mauergürtel; ferner beweisen es
die Schloßportale (Hauptportal mit überschnittenem Ast-
werk und Sitznischen) und verschiedene Kunstformen an
Nebengebäuden (vgl. Taf. 118 b). Im 30jährigen
Krieg (1625) hat ein großer Brand das Schloß heimgesucht.
Anschließend erfolgte Ende des 17.Jhs. eine teilweise
Erneuerung der Gebäude. Die Umfassungsmauern mit
dem Eingangstor, dem sogenannten Alexandertor, wurden
gleichzeitig gebaut. Vor dem Alexandertor befand sich
eine Holzbrücke, wie ein jetzt eingemauerter Kragstein mit
Volutenornament beweist. Sie wurde 1731 durch eine
Bogenbrücke aus Bruchsteinen ersetzt. Aus der Bauperiode
Ende des 17.Jhs. hat sich im Schloß die Deckenstukkatur
eines Saales erhalten. Veränderungen im Schloß wurden
um 1810 vorgenommen, vgl. die Stukkaturen und Öfen
dieser dieser Zeit. Anfang des 19.Jhs. brach wieder ein
großer Brand aus, der wohl in der Hauptsache die Stallge-
bäude betraf. 1834 fand die Renovation statt, wie eine
Bauinschrift aussagt. Im Zustand von 1834 befindet sich
noch heute der Innehof des Schlosses, während dem
Schloß außen eine Rotsandsteinfassade – z.T. in neu-
gotischen Formen – Ende des 19.Jhs. vorgelegt ist. Als
Bekrönung des ganzen erbaute der Architekt der Fassade,
Schorrbach, einen Turm mit Zinnenkraz, auf dem ein
Türmchen mit Pyramidendach steht. Unter diesem Turm
liegen die Grundmauern des alten Bergfrieds.

Baubeschreibung

Werkstoff:

Während die Schloßgebäude zum größten Teil aus
Backstein bestehen, sind für die Umfassungsmauern
Bruchsteine verwandt. Für das Gesamtbild charak-
teristisch sind die großen mit Pfannen gedeckten
Dachflächen; besonders gut sichtbar bei dem äußeren
Gebäudering.

Außenbau:

Der Zugang zur Schloßanlage führt durch das Alexander-
tor, eine breite rundbogige Tordurchfahrt. Neben ihr eine
Gangpforte des 19.Jhs. und zwei lediglich zur Dekoration
angebrachte Schießscharten. Torrahmung Diamantquader.
Aufsatz geschweift mit Obelisken, Voluten und Wappen,
erkennbar u.a. das Alvenslebensche.Die Bauinschrift in
erhabener Fraktur ist kaum noch lesbar; danach hat das
Tor Alexander v. d. Schulenburg erbaut 1696(?).

Die Durchfahrt war ehemals vermutlich gewölbt, da
Konsolen und Reste von einem Gurtbogen erhalten sind.
Nach außen liegen die breitspitzbogige Durchfahrt und die
scupfpforte in rechteckischen, die durch Formbacksteine
reich profiliert sind. Diese Kunstform findet sich nur an
dieser Stelle im Kreise Haldensleben.

Über der Durchfahrt ist eine Sandsteintafel mit dem
Wappen Schulenburg und einem anderen Wappen
(Rhombenbalken l.u./r.o.) eingelassen.

Erhabene Antiquainschrift:

ANO CHRI MCCCCXXCV ARCEM HANC ALDENHVSEN
VETVSTATE COLLAPSAM MATTHIAS A SCHULENBVRG
DANIELS ABAVVS REFICERE INCOEPIT: BERNHARD AVVS
INCOEPTA CONTINVAVIT MATTHIAS PATER NOVIS
AEDIFICIS AVXIT: JACOB ET MATTHIAS FRATER:
EXORNARVNT DANIEL ABSOLVERE STVDET .
ANNO M . D . XXCI ... II . t . ET . M . P .

Hinter der Schloßpforte geht eine Wendeltreppe aufwärts,
offenbar in die frühere Torwärterwohnung, jetzt modern
verändert. Dahinter abwärts eine Treppe in den Keller. R.
zwei Schlüssellochscharten, welche ihr Schußfeld nach
dem Graben hatten (jetzt durch einen Anbau außen ver-
deckt). Beim Beginn der dritten Schießscharte, die in einer Gardinenbogennische liegt, geht eine Treppe in die
Mauerdicke und führt rechtwinklig geknickt über den
inneren Torbogen hinweg in das Obergeschoß. Dieser
ist breitspitzbogig, 1485 entstanden.
Der gesamte, mit dem Torhaus zusammenhängende,
Gebäudekomplex ist oft verändert und umgebaut; z.T.
wird er nicht benutzt. Es finden sich daran Bauformen
von etwa 1500 bis 1750. Auf diese späteste Bauzeit
weist die Inschrift an einem Stallgebäude;
M . A . J . V. D . S . 1746 hin. Zwei Flügel gehen vom
Torhause aus. Der Hauptflügel in östlicher Richtung
am Graben entlang. Er hat in der inneren Giebelmauer
ein größeres Spitzbogenportal, daneben viele andere
Öffnungen und einen Rücksprung einen Holzwehrgang
in ganzer Breite, auf den sich eine Flachbogenpforte
öffnete. Über einer rechteckigen Tür:
G . M . I A . J . I V . D . S.

Werkstoff:

Während die Schloßgebäude zum größten Teil aus Back-
stein bestehen, sind für die Umfassungsmauern Bruch-
steine verwandt. Für das Gesamtbild charakteristisch
sind die großen mit Pfannen gedeckten Dachflächen;
besonders gut sichtbar bei dem äußeren Gebäudering.

Außenbau:

Der Zugang zur Schloßanlage führt durch das Alexande-
rtor, eine breite rundbogige Tordurchfahrt. Neben ihr
eine Gangpforte des 19.Jhs. und zwei lediglich zur
Dekoration angebrachte Schießscharten. Torrahmung
Diamantquader. Aufsatz geschweift mit Obelisken,
Voluten und Wappen, erkennbar u.a. das Alvens-
lebensche.Die Bauinschrift in erhabener Fraktur ist
kaum noch lesbar; danach hat das Tor Alexander v. d.
Schulenburg erbaut 1696(?). Über einen Hof – wohl z.T.
auf einem zugeschütteten Graben – gelangt man an
den innere Mauerring, der gleichzeitig als äußerer
Gebäudering ausgebaut ist. In dem Torhaus mit
Schlupfpforte befindet sich die oben erwähnte Jahreszahl
1518 über einer Kielbogentür. Das Torhaus hat
unverputzte Renaissancegiebel Ein zweiter Rücksprung
liegt mit dem Dachgesims des Toshauses in gleicher
Höhe, ebenfalls mit Zugangspforte. Über diesem zweiten
früheren Wehrgang ist die Wndfläche mit einer Blend-
architektur von stehenden und umgekehrten Spitzbogen
dekoriert. Im Inneren ist das Gebäude durch Balkenlagen
in Böden aufgeteilt. Eine Zeitlang war darin das Brau-
haus untergebracht.
Der kürzere Querflügel ist durch Steinpfeiler in Inneren
aufgeteilt und war ehemals gewölbt.
Auf der anderen Seite des Torhauses liegen Barockge-
bäude. Den nördlichen Abschluß bildet ein Treppengiebel,
der nach Abbruch einer Scheune wieder zutage kam.
Die anschließende Ringmauer, die den mittleren Hof bis
zum Herrenhaus umgibt, ist durch Schorrbach mit Zinnen
versehen.
Durch ein drittes Tor, über dem ein überbauter Gang
Schloß und Südbaugruppe verbindet, gelangt man in
den inneren Hof, in den zwei von den vier in Hufeisenform zusammengebauten Schloßflügeln hineinragen, der nörd-
liche Flügel mit einfachsten Renaissanceformen (Simse
und Lisenen), der andere erneuert. In der NW-Ecke der
alte Treppenturm.
ie beiden Flügel, die die NO-Ecke bilden, sind dreige-
schossig. Die Rahmung der Rechteckfenster stammt aus
dem 16. Jh. (vgl. Bauinschrift über dem Tor). Sie sind
im 16. Jh. Eingesetzt. Vorher waren die Fensterlaibungen
mit profilierten Backsteinen ummauert wie am äußeren
Tor von 1485. Im Inneren der Fenster und in der alten
Küche sind diese profilierten Umrahmungen noch erhalten,
dgl. Außen am Rittersaal. Die drei Geschosse der Wohn-
gebäude dürften also ebenfalls 1485 erbaut sein; jedoch
auf älteren Kellern.
Die Ringmauer stößt auf die Mitte des kurzen Ostflügels
und wird hier ein Backsteintor unterbrochen, durch das
man den Kirchweg erreicht. Bogen auf beiden Seiten
aus Formsteinen; in den Innenmauern Flachbogen-
nischen.

Inneres:

Im Inneren des Schlosses hat sich die alte Küche mit
Herd und Rauchfang erhalten. Das Treppenhaus mit
Gebälk und Dockengeländern stammt aus dem Barock.
Der klassizistisch stukkierte Speisesaal erinnert in
seiner zarten Formgebung an die Werke v. Erdmanns-
dorffs. Die Wandflächen sind durch kannelierte Pilaster
gegliedert. Dazwischen auf den Fächen hängende
Kränze, Blumenkörbe usw. Über den Türen bemalte
Terrakottareliefs mit Darstellungen der Künste.
Aus der gleichen Zeit sind mehrere Öfen vorhanden:
Ton mit weißem Anstrich, z.T. mit Urnenaufsatz.
Besonders reizvoll ist ein Ofen, der als Aufsatz zwei
nebeneinander-stehende korinthische Säulen zeigt,
auf denen Putti sitzen.

Gesamtgrundriss der Burg
Grundriss des Palas